Auf die Qualität des Fells kommt es an
Nicht nur die Farbe ist ein Thema des Fells, genauso wichtig sind Zusammensetzung und Länge des Haarkleides.
Katzenhaare sind von unterschiedlicher Gestalt. Das Leithaar unterscheidet sich vom Grannenhaar durch seinen viel kräftigeren Bau, seine das Grannenhaar überragende Länge und die viel feinere lang gezogene Spitze. Eine deutliche spindelförmige Verdickung, die man beim Grannenhaar sieht, fehlt dem Leithaar. Das viel feinere Wollhaar ist gewöhnlich kürzer als das Grannenhaar und am Haaransatz ist es deutlich gewellt. Zwischen Grannenhaaren und Wollhaaren sind, was Größe und Form betrifft, Übergänge bekannt, die als Grannenwellhaare und Wellengrannenhaare bezeichnet werden. Die Haare sind gruppenförmig - in Haarbüscheln - angeordnet. Aus einer gemeinsamen Haarbalgöffnung treten ein zentral stehendes stärkeres Haar, einige, meist mit Grannen versehene feine Stammhaare und mehrere zarte, feine Wollhaare aus.
Die Relation zwischen Länge, Menge und Gestalt der verschiedenen Haartypen untereinander ist das Geheimnis eines typvollen Birmafells mit seiner besonderen seidenartigen Struktur.
Wenn eine Katze zu wenig Wollhaare hat, liegt das Fell am Körper an. Hat ein Tier aber zu viele und zu lange Wollhaare, bekommt das Fell einen zu wolligen, flauschigen Ausdruck. Beide Versionen sind unerwünscht.
Der Birma-Standard verlangt mäßige Unterwolle, sodass das Fell weder richtig anliegt noch übermäßig absteht. Ein erfahrener Züchter weiß, worauf es ankommt und trifft die entsprechende Selektion.

